Realisierungswettbewerb OLYMPIA GATE MUNICH für die Bauquartiere MK 1 – 3 am Ackermannbogen

München, 2012

  • Auslober: OLYMPIA GATE MUNICH GmbH
  • Hochbau: steidle architekten Gesellschaft von Architekten und
  • Stadtplanern mbH, München
  • Auszeichung: 1. Preis

Der Charakter des landschaftlich geprägten Olympiageländes und jener von altem Baumbestand dominierter Umgebung wird für die Freiräume der drei Baufelder identitätsstiftend neu interpretiert. Die bauliche Konfiguration ermöglicht vom Lärm geschützte Höfe mit hoher Aufenthaltsqualität. Der grüne Charakter der einzelnen Höfe wird vor allem von zwei räumlich und atmosphärisch wirksamen Elementen geprägt und für die jeweilige besondere Freiraumsituation der drei Bereiche adaptiert.

Ein lichter Baumhain verbindet die neuen Freiräume mit dem vom alten Baumbestand geprägten Quartier und schafft die notwendige räumliche Distanz zwischen den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen. Spielintarsien als topografisch überhöhte Spiellandschaft orientieren sich jeweils zur gemeinschaftlich nutzbaren Mitte der Höfe und schaffen klar zonierte und geschützte Bereiche für privatere Freiräume der Wohnnutzungen. Im Baufeld MK3 wird die Geländemodellierung auch als Lärmschutz für den Freiraum nach Süden zur Schwere-Reiter-Straße genutzt. Je nach Nutzungsintensität werden die Böschungen mit Rasen oder grünem Kunststoff-Belag gestaltet. Die Befestigung des Hofes wird auf das Notwendigste der Hoferschließung reduziert und als homogener Pflasterbelag vom Innenbereich bis an die übergeordnete Fußverbindung entlang der Schwere-Reiter-Straße sowie der Ackermannstraße herangeführt. Platzartige Aufweitungen formulieren Zugangs- und Eingangsbereiche in die Gebäude oder Höfe.