Landschafts- und freiraumplanerischer Wettbewerb in zwei Wettbewerbsstufen mit prozessbegleitender Bürgerbeteiligung

München, 2016

  • Auslober: Landeshauptstadt München, Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau

Der neue Landschaftspark wird zum grünen Bindeglied zwischen dem kompakten, urbanen Stadtteil im Osten und dem idyllischen Landschaftsraum im Westen. Er schafft, ganz in der Tradition der Münchner Parkentwicklung (Landschaftspark Riem, Olympiapark, Westpark), eine identitätsstiftende Stadtrandlandschaft, die sich durch innovativen Umgang mit Erholungsfunktion, landwirtschaftlicher Nutzung und ökologischer Vernetzung auszeichnet.

Unterschiedlichste Nutzungsansprüche werden auf innovative Weise in den Park integriert, wodurch moderne soziale Anforderung an Gleichwertigkeit, Multifunktionalität und Flexibilität erfüllt werden können. Neben den räumlichen und sozialen Aspekten werden ökologische Anforderungen angemessen in das Parkkonzept eingepfegt, um den Landschaftspark als identitätsstiftenden und verbindenden Landschaftsraum für die Bewohner Münchens erlebbar zu machen.

Mit dem extensiv gestalteten, nutzungsoffenen Landschaftspark wird das weite Spektrum der Freiräume des Stadterweiterungsgebiets Freiham West ergänzt. Nach außen nimmt der Landschaftspark Bezug auf die umgebende Kulturlandschaft, die durch weite Agrarfuren, Wiesenlandschaften und dichte Lohwälder geprägt ist.

Diese kulturlandschaftlichen Elemente werden im Freiraumkonzept des Parks aufgegriffen und im Kontext des urbanen Stadtraums angemessen interpretiert. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl an spannenden Räumen, die im Zusammenspiel ein naturnahes und vielfältiges Nutzungsspektrum schaffen, das an die topografschen Gegebenheiten des Parks anknüpft. Die Ränder des Landschaftsparks sind die prägenden Elemente und Ausgangspunkte der Gestaltung. Sie stellen die Verbindung zu der Umgebung des Parks her, nehmen die Ein- und Ausgangssituationen auf und strahlen den Charakter des Parks in die Umgebung aus.