Realisierungswettbewerb Landesgartenschau Ingolstadt 2020

Ingolstadt, 2014

  • Auslober: Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH
  • Städtebau: bogevischs buero architekten & stadtplaner gmbh, München
  • Auszeichnung: Anerkennung

Raum und Identifikation. Den Genius Loci des zweiten Ingolstädter Grüngürtels im Bereich des Gartenschaugeländes zeichnet Weitläufigkeit und die großmaßstäbliche Rand- und Horizontausbildungen aus. Diese auszeichnenden Charakteristika werden nicht nur erhalten sondern mit raumwirksamen Landschafts-Intarsien gesteigert. Drei langgestreckte, teils topografisch abgesetzte Flur-Intarsien lenken und stärken die schon heute spürbare Nord-Süd-Orientierung des Geländes. Sie liegen mit ihrem differenzierten Freiraumangebot an der Taille des Geländes – der Verbindungsachse zwischen Friedrichshofen und dem Piusviertel.

Dieser inszenierten Weitläufigkeit werden zwei punktuelle Marken gegenübergestellt: Die Seeintarsie, ein eingesenkter Wassergarten, ist ein introvertierter Rückzugsort in der Landschaft, der die Themen Natur und Technik widerspiegelt. Diese attraktive Landmarke lässt den Besucher in einen Hortus conclusus eintauchen. Im Norden, im direkten Übergang zu den weiterführenden Felderfluren, wird eine erhabene, exponierte Landmarke gesetzt. Ein Kletter- und Aussichtsturm definiert dort als weithin sichtbare Spitze das Tor zur neuen Parklandschaft.

Mit den beschriebenen topographischen Ankern bekommt der neue Park sowohl in der vielschichtigen und heterogenen Stadtlandschaft, als auch im Fluss des Grüngürtels seine Identität und Adresse, ohne den Genius Loci zu überschreiben oder neu zu erfinden.